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Gespräche – Einfach mal Miteinander reden

Frau und Mann, die miteinander reden
Ist Gespräche führen noch in Mode?

Wer auf der Suche nach einem Job ist, kommt des Öfteren in eine Situation, eine Position zu finden, die er/sie sich durchaus vorstellen kann. Der Lebenslauf zeigt die Eignung zwar nicht sofort auf den ersten Blick, doch der Mensch ist ja bekanntlich mehr als nur die Summe seiner beruflichen Stationen.

Man ist bereit, Gespräche zu führen, um zu sehen, ob es beidseitig passen könnte.

Der oder die Bewerber*in versucht es und verschickt den eigenen Lebenslauf, verbunden mit einem Motivationsschreiben, das klar aussagt, warum man glaubt, für diese Stelle der/die richtige zu sein. Ziel sind, wie  bereits erwähnt,   gemeinsame Gespräche, um beiden Seiten die Möglichkeit zu geben herauszufinden, ob es passen könnte – oder auch eben nicht.

Im Grunde sind doch Gespräche das Einzige, was sich Bewerber*innen und Arbeitgeber*innen als erstes Ziel setzen können. Schließlich kennt man sich nicht, man weiß nicht, wie das Unternehmen funktioniert und vor allem weiß man nicht, ob das, was man aus der Stellenanzeige herausliest auch das ist, was wirklich gemeint ist.

Ein Gespräch erfolgt nach Selektion
Lebenslauf

Der Prozess der Suche nach neuen Mitarbeitern läuft in Unternehmen immer ähnlich ab:
Man sammelt Bewerbungen nach Anzeigenschaltung, manche lesen Motivationsschreiben, manche nicht. Der/die Bewerber werden anhand des beruflichen Werdegangs und vielleicht noch über die aufgezählten Fähigkeiten wie Kommunikationsstärke, Organisationstalent, etc. sowie über Sprachen und IT-Kenntnisse bewertet.
Möglicherweise rundet auch ein ansprechendes Äußeres das Bild ab.

Ein paar, von denen man sich anhand der vordefinierten Kriterien etwas verspricht, werden zu Gesprächen geladen. Einfach, um zu sehen, ob es passen könnte. So ein Zufall!

Man muss allerdings beachten, dass Unternehmen, die eine offene Stelle zu bieten haben, oft hunderte von Bewerbungen erhalten. Diese Menschen alle einmal zu  Gesprächen einzuladen, kann kein Unternehmen leisten.

Schriftzug Job Chances (Chancen auf einen Job)
Jedes Gespräch birgt eine Chance

 Anders sieht es aus, wenn man quasi per Zufall Kontakt zu jemandem geknüpft hat, der innerhalb des Unternehmens sitzt, das eine Stelle zu vergeben hat. Jemand, der sich die Zeit genommen hat, ein oder auch mehrere Gespräche zu führen. An dessen Ende er oder sie zu der Überzeugung gelangt ist, das könnte passen. Dieser Jemand setzt sich dafür ein, Personaler und/oder Entscheider von seiner Erfahrung mit dem/der Kandidat*in erfährt und bittet sie, sich ein eigenes Bild zu machen.

Auch in solchen Fällen kommen ein Gespräche meist nicht zustande. Weil dem potenziellen Gegenüber innerhalb der eigenen Denkmuster irgendetwas nicht passt.

Man kann sich nur darüber wundern, wenn Menschen es vorziehen, ihre eigenen Schlüsse zu ziehen, statt einfach einmal miteinander zu reden. Möglich, dass die eigene Vermutung sich bewahrheitet, möglich aber auch, man sieht Übereinstimmung.

Was hat man zu verlieren? Nichts, im Gegenteil, man kann eines ganz bestimmt gewinnen und das ist Klarheit. Das braucht es, um Entscheidungen zu treffen.

Paradoxerweise sind die meisten Menschen so gepolt, dass sie Klarheit zwar suchen, diese Suche aber automatisch mit eigenen Denkmustern verbinden und aus Vermutungen Schlussfolgerungen ziehen, die doch so gar nicht auf Klarheit beruhen.

Gespräche als Chance im Bewerbungsprozess

Was bedeutet das also jetzt im Bewerbungsprozess?

Im Grunde haben doch alle das gleiche Ziel. Ein Unternehmen, das eine Position zu besetzen hat, will die größtmögliche Komptabilität erzielen. Ein Bewerber, eine Bewerberin, die auf der Suche nach einem Job ist, will ebenfalls die höchste Komptabilität erzielen. Was auch immer für jeden persönlich dazu gehört.

Es läuft darauf hinaus, dass beide Parteien viele Frösche  küssen müssen, bevor der oder die Richtige dabei ist. Wie in der Liebe. Das Ziel ist ähnlich, finde zusammen, was zusammengehört.

Wer das versteht, wird alle Chancen wahrnehmen, die sich auch nur im Ansatz bieten, um „the one and only“ zu finden. Das gilt für Bewerber ebenso wie für Unternehmen, die Mitarbeiter suchen.

Eine Vorgehensweise, die jedoch aktuell von Bewerbern erwartet und von vielen Unternehmen ignoriert wird. Dabei ist es eigentlich doch ganz einfach:

Der Markt der Unternehmen, die Arbeitnehmer brauchen,  zehrt vom Markt der  Arbeitskräfte.

Zeit, endlich mehr Gespräche zu führen!

Schriftzug take vour chance (nutze Deine Chance)

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